Mzizah - Mizizah

'Mizizah' Mzizah (türk. Doğançay, kurd. Mizizex) ist ein Dorf im Tur Abdin, der heutigen Südosttürkei, Nord-Mesopotamien, nahe der Grenzen zu Syrien und Irak. Der Name Mizizah wird schon 800 n.Chr. in der Geschichte des heiligen St.-Gabriel erwähnt. Die Fundamentssteine der St.-Johannes Kirche bezeugen den Bau aus dem 6. Jahrhundert. Ursprünglich kamen die Einwohner dieses Dorfes aus anderen von syrischen Christen (Suryoye) bewohnten Dörfern. Vor ca. 280 Jahren (2008) kamen die Einwohner aus Iwardo nach Mizizah. Danach kamen andere Familien aus diesen Orten hinzu: Bashoq, Kafarbe, ‘Urnus, ‘Rowen, aus Zaz und ‘Merin. Der Grund für die letzte Zuwanderung bestand darin, das Dorf vor Übernahmen durch Moslems zu bewahren, worunter nicht wenige Dörfer des Tur Abdin gelitten haben und noch bis heute leiden. In Mizizah residierten auch die Großgrundbesitzerfamilien/Feudalherren (Aghas) Calabiyo und Haco/Batte, die von derselben Dynastie Osmano aus Zahoran¹ (türk. Basyurt) stammen. Shehmus, der heutige Agha und Sohn von Calabi-Agha hat sich heute in Astel (türk. Estel) bei Midyat niedergelassen. Der letzte Bürgermeister von Mizizah war Gevriye Mesut von der Mirza-Shlemun Dynastie, ein Neffe des Sayfo-Helden Mesut Be Mirza.
In 2008 leben nur noch 6 syro-aramäische (christliche) Familien in diesem Dorf, die ohne eigenen Seelsorger verblieben sind. Sie werden pastoralisch betreut von Pastoren aus dem Tur Abdin und neuerdings auch von Mönchspriester Hanna Seven d’Beth Kirmez, der seit 2007 im St.-Gabriel Kloster lebt. Da auch der letzte Lehrer der Sonntagsschule (Madrashto) Pfr. Denho Bulut im Dezember 1992 nach Deutschland (Gütersloh) emigrierte, wo sich seine Kinder aufhielten. Vor ihm war auch Pfr. Süleyman Eker (1928-1989) bereits im Jahre 1979 nach Delmenhorst bei Bremen ausgewandert. In der St.-Johannes Kirche ist nur noch das Grab des entschlafenen Pfarrers Gevriye/Gabriel Araz (1887-1984) zurückgeblieben. Die verlassenen Häuser werden heute (meist) von den ca. 35 kurdischen Familien als Vorratslager genutzt; die meisten der Häuser sind jedoch leerstehend und zum Teil zerfallen. Stand: 2008

¹Zahoran (türk. Basyurt): etwa 25 km nordwestlich von Idil an einem Wald gelegen. (Midyat-Hah-Idil)
 

Inhaltsverzeichnis

1 Lage

2 Nachbar-Städte/Dörfer

3 Verfolgung - Flucht - Asyl

4 Demographie in Mizizah
Diaspora-Bevölkerung

4.1 Morde in Mizizah
4.2 Völkermord 1915

5 WIRTSCHAFT
Landwirtschaft
Handwerk
Kunst

6 Bildung

7 Politik
Diaspora-Politiker

8 Sehenswürdigkeiten

9 Gruben sowie Ruinen

10 Kirchen

11 Bekannte Heilige

12 MADRASHTO / KIRCHENSCHULE

12.1 Lehrer nach Sayfo von 1915

13 Gelehrte

14 Syrisch-orthodoxe Geistliche

14.1 Priester in Mizizah
14.2 Geistliche in Europa
14.3 Bischöfe in Europa
14.4 Pfarrer in Europa
14.5 Mönche in Europa und Tur Abdin
14.6 Nonnen

15 Autor

16 Quellen

17 Weblinks


legende02
Geographische Lage des Tur Abdin und Mizizah
Mizizah (c) morgabriel.org
Mizizah (c)morgabriel.org_mzizah.de03

1 Lage

Mizizah liegt etwa 7 km südöstlich von Midyat und ca. 18 km vom St.-Gabriel Kloster entfernt, nördlich der neu ausgebauten Straße nach Mardin-Cizre im zentralen Tur Abdin. Mizizah befindet sich im Zentrum einer Hochfläche von einem Radius von 2 km und ist von fruchtbaren Ackerflächen umgeben. Wegen seiner günstigen landwirtschaftlichen Situation gilt das Dorf als eines der reichsten im Tur Abdin. Die Hauptstraße zum Dorf führt durch fruchtbare Felder und vorbei an einem Teich, von dem aus man den langgestreckten Ort mit seiner Burg und der im 6.-Jhdt. erbauten Kirche Mor Yuhanon vor sich liegen sieht. Heute gehört Mizizah zum Landkreis Midyat und Midyat gehört zur Provinz Mardin. In Mardin befindet sich auch die Bezirksregierung dieser Region mit ihrem Gouverneur (türk. Vali), Mehmet KILIÇLAR(2006). "Man kann Mardin als das westliche Tor zum Tur 'Abdin ansehen; als Kreuzungspunkt der Straßen vom Mittelmeer nach Mesopotamien und von Syrien zum Schwarzen Meer ist es auch nach anderen Himmelsrichtungen hin geöffnet". (Helga Anschütz, Die Syrsichen Christen, 1985)

2 Nachbar-Städte/Dörfer

Midyat (ca.7km), Iwardo (Aynvert,ca.7km), Mor Gabriel-Kloster (ca.15km), Halah (ca.12km), Arnas(ca.10km), Keferze (12km), Salih (ca.15km), Hapsis (ca.15km), Hah (ca.20km), Zaz (ca.20km), Derikfan (ca. 25km), Baspirin (Bsorino, ca.16km), Bakisyan (ca.22km), Anhil (ca.10km), Hasankeyf(ca. 60km)

3 Verfolgung - Flucht - Asyl

Der Grossteil der Bewohner des Dorfes flüchtete wegen religiöser Verfolgung durch die Muslime nach Europa, vor allem nach Deutschland, Schweden und die Niederlande um Asyl zu suchen. Daneben zogen einige auch als Gastarbeiter davon.

4 Demographie in Mizizah

  • 1870: 16 aramäische Familien² (Mönch Awdallah's Zählung, Kloster Zafaran)
  • 1915: 70 aramäische Familien und 50 kurdische Familien¹
  • 1960: 90 aramäische Familien² bzw. 975 Einwohner (lt. Wiliam Dieter 1960²)
  • 1970: 212 aramäische Familien³
    1960-1970: 132 Familien.
    Quelle: Pfr. Denho Bulut
  • 1978: 78 aramäische Familien²
  • 1979: 75 aramäische Familien²
  • 1980: 42 aramäische Familien²
  • 1985: 37 aramäische Familien²
  • 1987: 35 aramäische Familien²
  • 2006: 6 aramäische Familien²
  • 2007: 7 aramäische Familien, 34 Personen (Christen)³
  • 2008: 6 Familien

  • Quellen:
  • ¹ Gunhe d-Suryoye, Churi Sleyman Hinno
    ² Maktbonuho d-Mizizah(Manuskript), Malfono Hanna Seven 2005
  • ³ Die Syrisch-Orth.-Kirche von Antiochien, Diakon Hanna Aydin.
    ³Befragung von Mizizah-Einwohner Shabo Romiye, Matay Gabriel 2007

    Mizahoye-Gesamtbevölkerung: 716 Familien (Stand: 2008)
    mit Mizizah und Diaspora

    I. TÜRKEI & SYRIEN: 45 Familien

    -Türkei: 10 Familien
    -Mardin-Midyat-Mizizah: 6 Familien
    -Istanbul: 4 Familien

    -Syrien: 35 Familien
    Kamishli: 30 Familien
    ---------------------------------------------------------
    II. EUROPA: 671 Familien

    DEUTSCHLAND: 470 Familien
    -Delmenhorst: 200 Familien
    -Westfalen: 83 Familien
    -Leimen/Heidelberg: 56 Familien
    +130 Familien in D

    NIEDERLANDE: 50 Familien
    Schweiz: 5 Familien
    Belgien:
    1 Familie

Schweden: 145 Familien


4.1 Morde in Mizizah


Name:

Mord am:

Ort der Ermordung:

Landkreis:

Gevriye Durmaz (be Hawsho)

13.01.1993

Mizizah

Midyat

Iskender & Rihane Araz (be Gawro)

24.09.1997

Mizizah

Midyat







Quelle: Morde im Tur Abdin

Völkermord 1915

In diesem Dorf lebten etwas siebzig (70) aramäische Familien und fünfzig (50) kurdische Familien. Im Dorf lebte auch Calabi Aga, das Haupt der Haferkan-Sippe. Zur Zeit der Verfolgung saß er jedoch im Gefängnis in ‘Antap/Gaziantep und mit ihn der Held und Kämpfer Shemun aus der Familie Hanne Haydo aus dem Dorf Sare.

Der Priester des Dorfes war Hanno aus Iwardo. Dar weltliche Oberhaupt der Syro-Aramäer war Mesut aus der Familie Mirza. Er war der Lenker der weltlichen Angelegenheiten, ein weiser, lobenswerter Führer, der die Verteidigung im Dorf Iwardo führte, anständig in seinem Umgang und tapfer im Krieg. Als er von den Christengemetzeln hörte, zog er durch die aramäischen Dörfer, redete mit den Einwohnern, ermahnte sie, für den Kampf gewappnet zu sein und machte ihnen Mut. In Iwardo erfuhr er vom Angriff der Feinde der Christen auf Midyat. Schnell sammelte er siebzig (70) bewaffnete Männer, begab sich nach Mizizah und ordnete an, alles Tragbare mitzunehmen, auch das Vieh, den Rest aber liegen zu lassen und nach Iwardo zu ziehen, wohin er sie wohlbehalten führte. Die ganze Verfolgungszeit über blieben sie dort und kehrten erst zurück, als die Verfolgungen eingestellt worden waren. Mesut zog es vor nicht in Mizizah mit Kurden zusammen zu wohnen, da es ihm zu gefährlich war. Mesut zog mit Pfr. Isa Midhoyo (Midin) daraufhin zuerst nach Anhil, dann in das Dorf Kafro Tahtayto (türk. Elbegendi), wo er in einer Familienfehde unter den Kafroye umgebracht wurde. Seine Begleiter kehrten nach Mizizah zurück.

Quelle: Kthobo: Gunhe d'Suryoye - Churi Sleyman Henno Arkahoyo

hier: ’Atto dbe Callo: Grossvater von Erzbischof Mor Julius Hanna Aydin erzählt über den Sayfo..mehr

5 WIRTSCHAFT

Primitive Subsistenz-Landwirtschaft/Ackerbau mit Viehzucht, sowie Handwerk und Handel, zu Zwecken der Selbstversorgung mit allem Lebensnotwendigen. Dabei versteht es sich von selbst, dass im Tur Abdin und insbesondere in Mizizah, die Landwirtschaft mit ihrem Weizenanbau dominierte. Das Brot, was zum Hauptnahrungsmittel zählte, wurde von den Frauen selbst gebacken in einem eigens angefertigten Lehmofen (aram. Tanuro). Die Landwirtschaft hat überwiegend nicht gewerbsmässig sondern nur zur eigenen Ernährung stattgefunden und daher handelte es ich bei der Mehrheit der Bevölkerung um sesshafte Bauern.

Doch gab es natürlich auch Weintraubenanbau mit Weinerzeugung. Die manuelle bzw. traditionelle Weinlese, auch Traubenlese, findet hier Anwendung und die reifen Trauben werden von Hand abgeschnitten. Weideland, Feldanbau (Obst u. Gemüse), genauso wie bestimmte Handwerksberufe unentbehrlich waren. Ausserdem war hier auch der Honig- und Wassermelonenanbau üblich.

Handwerk
Messerschmiedekunst

Die Messerschmiedekunst zählte zum berühmten Handwerk in Mizizah.

Berühmter Messerschmied aus Mizizah:

Musa Jeddo_Künstler_1Musa Jeddo bar Shemun Jeddo Mzizahoyo

geb. 1900 in Mizizah, + Frühjahr 1962 in Kabre Hewore

1942 Tur Abdin-Hungernot:
In dieser Zeit wanderte er aus nach Syrien in die Stadt: Tirbaspiya, auf aramäisch: Kabre Hewore. Von Damskus bis zur Grenze vom Irak genoss er den Ruf eines angesehenen Künstlers. Er hatte eine sehr schöne und angesehene Messerschmiedekunst.

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Suham Kilic Habbe erzählt über die Kunst ihres Vaters Musa Jeddo..

Daneben gab es auch den Beruf des Schneiders und des Maurers.

Mizizah gilt als wirtschaftlich gut situierter Ort. Hier leben schon seit Generationen Christen und Kurden zusammen. Die grossen Schaf- und Ziegenherden sind für die Menschen um Turabdin eine wichtige wirtschaftliche Grundlage. Sie decken den Bedarf an Milch, Käse und Fleisch. Die Schafwolle wird entweder zu Hause verarbeitet oder in Midyat verkauft. Auch die Felle werden vermarktet. Weil die Vegetation auf den Hügeln karg ist, brauchen die Dörfer für ihre Herden grosse Weideflächen. Hin und wieder werden auch heute noch Kurden als Schafhirten beschäftigt. Rinder werden nur selten gehalten.

Schönschreibkunst: Syro-aramäische Kalligraphie

Die Syro-aramäische Kalligraphie der Mizahoye war und ist eine sehr berühmte und angesehene Schönschreibkunst. Zu den Utensilien der syrischen Kalligraphie gehörten neben der Hand des Schreibers, der Holzmetallfederhalter (Stift) und die Metallfeder, die auch “Rishayat d’Suriya” genannt wurden. Die Schreiber bezogen die Utensilien in den Klöstern von Mor Gabriel u. Zafaran und bei einer Druckerei in Midyat, dessen Inhaber Malak Nuhloyo war.

Berühmte Aramäisch-Kalligraphen aus Mizizah

(1) +Malfono Barsaumo bar Misko d’beth Atto, Mizizah-Tur Abdin.
Kirchliche Werke:
Psalmen-Kommentar, auf aramäisch "Fushoko da Mazmure d'David", von David Salahoyo und Vergebungsgesangsbuch, auf aramäisch "Hussoyo da Batlone".
(2) Malfono & Dayroyo Hanna Seven d’beth Kirmez/Shemun-Makko, Tur Abdin-Dayro d’Mor Gabriel. Besonderes Werk: Die Apokryphen, Altes Testament, Syrische Bibel, 1979 Istanbul
Daneben hat er über 100 kirchliche und geschichtliche Bücher geschrieben und herausgebracht.
Er geniesst den Ruf eines sehr guten grammatikalischen Schreibers.
(3) Dayroyo Shemun Can d’beth Zazoye, Jerusalem-Dayro d’Mor Markus. Werke: Fankoyotho da krukhyo shatonoyo. Kudosh hito u. saumo rabo. Mgalyun di Hito d'yoldath Aloho b'Amsterdam. Kthobo d'Regath Shabre u Tarih. Turgomo mu arabi lu suryoyo bu PC: Kthobo d'Ruho d'Buyoyo. Sh-himo. Er geniesst den Ruf eines sehr guten grammatikalischen und Estrangelo-Schreibers.
(4) +Pfr. Iskender Kilic d’beth Habbe.
Kirchliche Werke: Orohwotho, Kthibo d’Simotho, Bar Salibi, Fushoko di Tawra.
(5) Dayroyo Eliyo Öztas d’beth Atto, Dayro d’Mor Afrem-NL. Werke: Kthobo d'Fushok d'Rozo Mahmoditho, Kurobo Alohoyo, Abun d'Bashmayo, da Kakre, Mushe bar Kifo, Monrath Kudshe(Bar Ebroyo), Fushoko d'Shuhlofe Tawdithonoye, Hasyo Hanna Dolabani.
(6) Malke Özcan d’beth Yahko-’Ise, Södertälje-Sweden. Werke: Kthobo d'Leshono d'Koruzo. Ishak Sakka vom arabischen ins aramäische und Nuhro d'hal Mnorto (Kubo).
(7) Malfono Ishok Esen d’beth Hanuno-Gawro, Gütersloh-Germany
Werke: Hussoye, Fankoyotho, Tekso d’Kurobo Shatonoyo, ‘Ufoye, Sh-Himo, Tashcoyotho da Kadishe. Daneben war er auch 12 Jahre als Malfono in der Diaspora tätig. Er geniesst den Ruf eines sehr guten grammatikalischen Schreibers und er ist ein Schönschreibkünstler. Der entschlafene Bischof Mor Julius Jeshu Cicek sagte einmal zu ihm: “Ich hätte nie gedacht, dass jemand einmal schöner schreiben könnte wie ich, aber Malfono du hast mich wahrlich überholt - Respekt. Und woher hast du dein grammatikalisches Wissen?” Malfono Ishok erwiderte daraufhin: “Seine Eminenz, mein grammatikalisches Wissen habe ich mir autodidaktisch aus dem Buch Kthobo d’Semhe angeeignet.”
(8) Pfr. Samuel Esen d’beth Hanuno-Gawro, Enschede-NL. Werke: Fenkyotho, Kthobo d'Surhofo (Grammatik), Keryone da Fraksi u Egrotho. Tashcyotho da Kadishe. Kthobo d'Rozo d'Kinutho. Kthobo d'Grammatiki, Kashisho Eramyo. Er geniesst den Ruf eines sehr guten grammatikalischen Schreiber und hat auch eine schöne Serto-Schrift.

6 Bildung

Grundschule (Ilk-Okul): 1. - 5. Klasse (5-jährige Grundschule).
In Mizizah gab es neben der Grundschule auch die Mittelschule. Heute gibt es nur noch eine Grundschule. Die Schüler der Mittel- und Oberschule werden mit dem Stadt-Bus nach Midyat gefahren.

Mittelschule (Orta-Okul): 6., 7., 8. Klasse

Oberschule (Lise-Okul): 9., 10., 11. Klasse

7 Politik

BÜRGERMEISTER (aram. Mgabye, türk. Muhtar) von Mizizah

Aktueller Bürgermeister in Mizizah (2006):
Abdel Karim ('Awdil Kirim) Akgül be Hassan dbe 'Awde aus der Dynastie dbe Batte (Qasriye)

Bürgermeister/Mgabye der Suryoye nach SAYFO:

Shabo Mesut dbe Mirza (nach Sayfo)
M. Gevriye Mesut dbe Mirza (1960-1980)
Gabro Hanno dbe Sliwo/Bassokiye
Hanno Hanno dbe Sliwo/Bassokiye
M. Iso Can dbe Zazoye
M. Yahko Can dbe Zazoye + 2005

Die letzten Bürgermeister (Mgabyo) der Suryoye von Mizizah waren Shabo Mesut dbe Mirza, danach sein Sohn und letzter Bürgermeister der Suryoye in Mizizah: M. Gevriye Mesut (z.Zt. 2006 whft. in den NL), ein Neffe des Sayfo-Helden Mesut "dbe Mirza", und nach ihm nahm folgende Mitbürger das Amt an: M. Yahko Can (Familie Zazoye, + 2005). Er ist der Vater von Mönchspriester Simon Can aus dem St.-Markus Kloster in Jerusalem/Israel. Daneben waren folgende Mizahoye auch Mgabye, also Bürgermeister: Hanno und Gabro dbe Hanno (Sliwo/Bassokiye)

Mzizah gehört politisch zum Landkreis Midyat:

Land-Kreis MIDYAT (Belediye) / Bezirks-Verwaltung (türk. ilçe):
Belediye Başkani: Sehmus Nasiroglu (seit 2008 -
Dogruu Yol Parti)

Landrat (Kaymakam) von Midyat: Zur Zeit (seit 2009): Fatih Akkaya

Provinzabgeordnete Mardin (Mardin Milletvekilleri)
TBMM 23. Dönem Mardin Milletvekilleri
Emine AYNA, BDP
Gönül Bekin SAHKULUBEY, Ak Parti
Aus
Mzizah: Jurist Süleyman Celebi, Ak Parti E-Posta:suleyman.celebi@tbmm.gov.tr
Mehmet Halit DEMIR, Ak Parti
Cüneyt YÜKSEL, Ak Parti

PROVINZ (Bezirksregierung, türk. il) MARDIN: Gouverneur (Vali) von Mardin:
Zur Zeit (seit 2009): Hasan Duruer

Die Provinz MARDIN besteht aus den Landkreisen

   * Dargeçit

   * Derik

       * Kızıltepe

   * Mazidagi

   * Midyat

   * Nusaybin (historisch Nisibis)

   * Ömerli

   * Savur

   * Yeşîllî

Die Kommunalverwaltung ist in der Türkei in 81 Provinzen (il oder valilik) unterteilt, die durch den Gouverneur (Vali) verwaltet werden. Die einzelnen Provinzen sind weiter in einzelne Landkreise und Gemeinden unterteilt. Die Landkreise (ilçe oder kaymakamlıik) werden von einem Kaymakam geleitet, der vom Innenminister ernannt wird. Die Bürgermeister (Belediye Başkani) und Dorfvorsteher (Muhtar) werden vom Volk gewählt. Die Autonomie der unteren Ebenen wird unter anderem durch das Fehlen eigener Geldquellen eingeschränkt. (Quelle: http://de.wikipedia.org)


Diaspora-Politiker aus Mizizah
Iskender Sen d’beth Kassiro-Tuma
Iskender Sen, ist seit dem 1. November 2006, der erste aus Mizizah stammende FDP-Politiker im Stadtrat der Stadt Delmenhorst. Er ist der Bruder von Erzbischof Mor Julius Hann Aydin (Patriarchalvikar für Deutschland). Der FDP-Fraktion unter Leitung von Herrn Uwe Dähne gehörte er sn bis 6. April 2008. Darüber hinaus war er tätig in folgenden Arbeitsgruppen:: Ausschuss für Bürgerangelegenheiten und Ausschuss für Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr.
Von der FDP zur SPD
Am 7. April 2008 wechselte er zur SPD wo er als Fraktionsmitglied in folgenden Ausschüssen tätig ist: Ausschuss für Bürgerangelegenheiten und Ausschuss für Bildung, Wissenschaft, Sport und Kultur

8 Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten in Mizizah zählt die syrisch-orthodoxe St.-Johannes von Kfone Kirche, die unübersehbar das Wahrzeichen von Mizizah darstellt und sich im Zentrum des Dorfes befindet.

9 Gruben sowie Ruinen

  • Kefo Balle
  • Kullukat
  • Barrah
  • Kölke
  • Harbe dbe Kelo
  • Ziyara d-Bawiya
  • Harbe Dizza
  • 10 Kirchen
    • Mor Yuhanon d’Kfone / St.-Johannes von Kfone Kirche mit St. Maria Krypta (Gnizo):
      Erbaut im 6.-Jhdt. Sie befindet sich in der Mitte des Dorfes und ist über die neu ausgebaute Nebenstraße, die zum Dorf über fruchtbare Felder und vorbei am Friedhof der Muslime (Ziyara) vorbei und zur Mitte des Dorfes führt.
      Restaurations-Projekt der St.-Johannes Kirche von 2004-2006 durch das Mizizah-Komitee in Schirmherrschaft von Malfono Hanna Seven Kirmez, Sweden (seit 2007 Mönchspriester im St.-Gabriel Kloster, Tur Abdin)
    • Mor Barsaumo: Es sind nur noch alte Ruinen zu sehen, sie befindet sich in der Nähe bzw. unterhalb der Häuser der Familie Barse. Lage: West-Seite des Dorfes bzw. südwestlich von der St.-Johannes Kirche.
    • Mor Shemun: Die Muslime haben über der Kirche ihre Häuser gebaut. Insbesondere sind diese Häuser von der Familie Sagwano aus der Dynastie von Haco, bewohnt.
      Lage: nord-östlich von der St.-Johannes Kirche bzw. am höchsten Berg (Qussro) des Dorfes.
  • 11 Bekannte Heilige
  • St.-Johannes von Kfone, ein gebürtiger Athener, wirkte als Schüler des heiligen Mar Awgin zum Ende des 4.-Jhdt bis Anfang des 5.-Jhdt als Verkünder/Botschafter des Evangeliums im ganzen Tur Abdin. Nach der Legende wurde er im Dorf Kfone / Derikvan (Deiro d’Kfone) beigesetzt, dass in der Nähe von Zaz liegt.

    12 MADRASHTO / KIRCHENSCHULE

    12.1 Lehrer nach Sayfo von 1915

    • Barsaumo Atto Beth Atto: 1915
    • Pfr. Gabriel Araz Beth Gawro/Quttokiye: 1930-1940
    • Pfr. Saume Iwardnoyo: 1941
    • Eliyo Warde, Sbirinoyo: 1946-1949
    • Hanna Seven Beth Kirmez: 1952-1954, 1958-1970
    • Pfr. Denho Bulut Beth Danho/Gawrokiye: 1970-1992

      Heute wird die Kirchenschule mit ihren ca. 20 Schülern von einem jungen Messdiener, namens Murat bar Isa Aydin betreut.
      Nostalgie_Madrashto_b-Mizizah_

    13 Gelehrte

    Mor Kyrillos Yausef bar Nison Mizahoyo
    Katholikos der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien (15. Jhdt.)

    Mor Kyrillos Yausef Mizahoyo, Sohn von Nison, war zuerst Bischof der Diözese von Hah im Tur Abdin bis dann der 91. Patriarch der Syrisch-Orthodoxen Kirche Mor Behnam Hedloyo (1413-1455) ihn dann im Jahre 1446 zum Erzbischof/Metropoliten für die Diözese von Phönizien/Libanon weihte.

    Der Höhepunkt seines Werdeganges war dann die Weihe im Jahre 1467 durch den 92. Patriarchen Chalaf Macednoyo(1456-1484), selig sein Andenken, zum Katholikos/Maphiryono für das Mor Matay Kloster in Mossul/Irak bzw. der Diözese des Ostens (Iran, Irak). Er bekam daraufhin den Beinamen Kyrillos.

    Er hat sich dann in der Diözese von Homs zu Syrien niedergelassen. Dort verbrachte er die letzten Jahre seines Erdenlebens bis er dann nach kurzer Zeit zu seinem Herrn entschlafen ist. Sein Grab befindet sich auch in der syrischen Stadt Homs zu Syrien.

    Mögen seine Gebete uns begleiten, beschützen und seine Andacht den Lesern ein Segen sein.
    Mihassina ba’Slawotho d’Mafiryono Yausef. Sluthe Aman.

    14 Syrisch-orthodoxe Geistliche
    2010Mizizah-Daumo_Mizizah.de02

    14.1 Priester in Mizizah

    • 1. Pfr. Gabriel Araz dbe Gawro, *1887, † 24. Januar 1984 Priesterweihe: 1933 durch den Tur Abdin Metropoliten Timotheos Tuma Aras (1885-1946) Urdnosoyo. 1980 ging Pfarrer Gevriye/Gabriel Araz wegen hohen Alters in den Ruhestand. Beisetzung in der St.-Johannes Kirche von Mizizah am Dienstag, dem 24. Januar 1984, um 15 Uhr durch den Tur Abdin Metropoliten Mor Philixinos Ilyas Cankaya (Bischofsweihe 1982). († Juli 1984 durch Autounfall in Europa verunglückt)
    • 2. Pfr. Süleyman Eker dbe Safar/Tuma, *1928, † 22. März 1989 Priesterweihe: 1954. Von 1979-1989 Seelsorger in der St.-Johannes Kirche Delmenhorst.
      Beisetzung in der St.-Maria Kirche des St. Ephraim Klosters, Glane/Losser -Niederlande.
    • 3. Pfr. Denho Bulut dbe Gawrokiye, *1944, Priesterweihe: 1980 durch Erzbischof Afrem.
      Er löste damit den ersten Pfarrer Gevriye/Gabriel Araz ab, der in den Ruhestand ging. Er ist seit 1993 Priester der Mor Awgin Kirche Harsewinkel/Deutschland.

    14.2 Geistliche in Europa

    14.3 Bischöfe in Europa

    • Mor Julius Hanna Aydin:

    Dr. Phil. Hanna Aydin, Warburg/BRD, *1947. Mönchs- u. Priesterweihe: 1991/1993, Bischofsweihe: 18.02.2007 in Mharath Saydnaya, Syrien

    14.4 Pfarrer in Europa

    • Pfr. Iskender Kilic, *1945,  + 1993 Sweden/Södertälje. Priesterweihe: 1984
    • Pfr. Abraham Araz, Paderborn/BRD, *1945. Priesterweihe: 1985
    • Pfr. Aziz Esen,Rheda-Wiedenbrück/BRD *1948. Priesterweihe: 1986
    • Pfr. Süleyman Aydin, Gütersloh/BRD, *1951. Priesterweihe: 1986
    • Pfr. Simon Eker, Delmenhorst/BRD, *1954. Priesterweihe: 1990
    • Pfr. Samuel Gümüs, Herne/BRD, *1964. Priesterweihe: 1991
    • Pfr. Aziz Can, Leimen-Heidelberg/BRD, *1966. Priesterweihe: 1996
    • Pfr. Samuel Esen, Enschede/NL, *1971. Priesterweihe: 1998

    14.5 Mönche in Europa u. Tur Abdin

    • Raban Eliyo Atto, Glane/Losser-NL, *1940. Mönchs- u. Priesterweihe: 1967/1989
    • Raban Simon Can, Jerusalem/Israel, *1950. Mönchs- u. Priesterweihe: 1970/1975
    • Raban Hanna Seven, Mor Gabriel-Tur Abdin, *1936. Diakonsweihe: 25.02.2007,
      Mönchs- u. Priesterweihe: 18.03.2007
    • Pfr. Yakub Yuhanon Be Saume-Qallau/Barse
  • 14.6 Nonnen
    • Seyde Atto, Glane/Losser-NL, *1941. Nonnenweihe: 1964
    • Hazme Çan, Mor Gabriel-Tur Abdin, *1948. Nonnenweihe: 1971
  • 15 Autor
  • Matay Gabriel, Lektor (Qoruyo) der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien in der BRD
    E-Mail: mg.gabriel@gmx.de

    Gütersloh, 01.06.2006, Christi-Himmelfahrt (syr.-orth.) bis Delmenhorst, 11. November 2008

    16 Quellen

    • "Tur Abdin", Hollerweger, H. (1999)Linz (A)
    • www.Mizizah.de, Matay Gabriel
    • "Gunhe d-Tur Abdin/Schicksalschläge der syrischen Christen im Tur Abdin 1915", Dekan Sleyman Henno, Syrien.
    • "Maktbonutho d-Mizizah"(Manuskript), Hanna Seven, Sweden.
    • "Die Patriarchen der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien" - Bar Hebraeus Verlag
    • "Die Legende/Geschichte des heiligen St.-Johannes von Kfone". Kalligraphie von Ishak Esen 2004
  • 17 Weblinks
  • Impressum: Webmaster Matay Gabriel - www.mizizah.de

    Anlässlich der Benefizfeier für den Wiederaufbau der St.-Johannes von Kfone Kirche in Mizizah

    Homepage für alle Suryoye & Mizizahoye weltweit - Kontakt über Webmaster Matay Gabriel

    E-Mail an Webmaster : mataygabriel(a)gmx.de

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